Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verstehen

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie setzt neue Standards: gleiche Vergütung für gleiche oder gleichwertige Arbeit, verbindlich, europaweit und mit konkreten Anforderungen an Unternehmen.

Erfahren Sie auf dieser Seite, was die Richtlinie im Detail fordert und wie Sie mit transparenten, objektiven und nachvollziehbaren Vergütungsstrukturen bestens vorbereitet sind.

Was ist die EU-Entgelttransparenz-richtlinie?

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie führt EU-weit Mindeststandards ein, um

den Grundsatz der Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen zu stärken

die Transparenz bei der Entgeltfestsetzung und den Entgeltkriterien zu verbessern

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Wahrnehmung ihres Auskunftsrechts zu ermöglichen

ungerechtfertigte geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede zu reduzieren

Im Rahmen der Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten Arbeitgebende verpflichten, die Vergütung für Vergleichsgruppen, die gleiche oder gleichwertige Arbeit leisten, anhand objektiver und geschlechtsneutraler Kriterien zu bewerten und zu vergleichen.

Vier Kollegen stehen lächelnd im Büro, halten Notizbücher und besprechen ihre Arbeit

Zentrale Pflichten für Arbeitgebende unter der Richtlinie

Objektive Stellenbewertung und Job-Klassifizierung

Arbeitgebende müssen objektive, geschlechtsneutrale Kriterien wie Kompetenzen, Verantwortung, Belastungen und Arbeitsbedingungen, heranziehen, um zu beurteilen, ob eine Arbeit gleichwertig ist. Diese Kriterien müssen unternehmensweit einheitlich angewandt werden.

Entgelttransparenz vor der Einstellung

Arbeitgebende müssen Bewerbenden vor Beschäftigungsbeginn Informationen zum Einstiegsgehalt oder zur Gehaltsspanne zur Verfügung stellen. Fragen zur bisherigen Gehaltsentwicklung oder zum aktuellen Gehalt sind unzulässig.

Auskunftsrecht für Beschäftigte

Beschäftigte haben das Recht, Auskunft zu folgenden Punkten zu verlangen:

ihrem individuellen Vergütungsniveau

dem durchschnittlichen Entgeltniveau, aufgeschlüsselt nach Geschlecht, für Gruppen von Arbeitnehmenden, die gleiche oder gleichwertige Arbeit verrichten

Arbeitgebende müssen zudem die Kriterien erläutern, die zur Festlegung der Vergütung und der Gehaltsentwicklung herangezogen werden.

Gender-Pay-Gap-Reporting

Arbeitgebende, die definierte Schwellenwerte bei der Beschäftigtenzahl überschreiten, müssen Folgendes berichten:

Gender Pay Gap beim Grundgehalt

Gender Pay Gap bei variablen oder ergänzenden Vergütungsbestandteilen (wie Zulagen)

Median/Durchschnitt des Gender Pay Gap

Gender Pay Gap bei Bonuszahlungen

Anteil der Beschäftigten, die variable Vergütungsbestandteile (Short Term Incentives wie Boni) erhalten

Die landesspezifischen Gesetzgebungen konkretisieren die Berichtspflichten der Entgelttransparenzrichtlinie

Gemeinsame Entgeltbewertung („Joint Pay Assessment“)

Übersteigt ein bereinigter Gender Pay Gap 5 %, lässt sich nicht durch objektive und geschlechtsneutrale Kriterien rechtfertigen und besteht über die Zeit fort, müssen Arbeitgebende in Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretungen eine gemeinsame Entgeltbewertung durchführen.

Beweislastumkehr

Bei mutmaßlicher Entgeltdiskriminierung liegt die Beweislast bei den Arbeitgebenden. Dies unterscheidet die Entgelttransparenzrichtlinie wesentlich vom deutschen Entgelttransparenzgesetz von 2017. Dokumentierte Bewertungsmethoden und nachvollziehbare Entscheidungslogiken sind daher unerlässlich.

Entdecken Sie die Funktionen von gradar für Entgelttransparenz

Erfahren Sie, wie gradar Sie dabei unterstützt, Vergütungsentscheidungen klar zu kommunizieren, Lücken frühzeitig zu erkennen und die Anforderungen an Entgelttransparenz sicher zu erfüllen.
Geschäftsfrau bedient Tablet mit Eingabestift am hellen Schreibtisch mit Stiften und Unterlagen

Wie gradar die Anforderungen an Entgelttransparenz unterstützt

gradar bietet ein strukturiertes System, das den Fokus der Richtlinie auf Objektivität, Konsistenz und Nachvollziehbarkeit unterstützt.

Gleichwertige Arbeit definieren

gradar ist ein analytisches, punktfaktorenbasiertes System zur Stellenbewertung auf Grundlage geschlechtsneutraler Kriterien und unterstützt konsistente Definitionen gleichwertiger Arbeit.

Vergleichsgruppen strukturieren

Eindeutige Joblevel, Jobfamilien und Stellendefinitionen unterstützen die Bildung von Vergleichsgruppen für Analyse und Reporting.

Vergütungsergebnisse analysieren

Die Vergütungsanalyse stützt sich auf ausgewertete Stellenbeschreibungen und nicht allein auf Stellentitel und ermöglicht so eine transparente Identifikation von Entgeltunterschieden.

Auskunftsanfragen und Reporting unterstützen

Die zentrale Erfassung der Ergebnisse der Stellenbewertung und der Vergütungsstrukturen ermöglicht eine einheitliche Bearbeitung von Auskunftsersuchen und eine standardisierte Berichterstattung.

Eine Struktur für Entgelttransparenz aufbauen

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie stellt Struktur und Klarheit in den Mittelpunkt fairer Vergütungspraktiken. gradar ist die Plattform, der Sie beim Aufbau und der Pflege dieses Fundaments vertrauen können.

Stellenbewertung

Vergütung

Entgelttransparenz