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gradar Projektplan für Stellenarchitektur und Entgelttransparenz

Entgelttransparenz wird über die Zeit aufgebaut. Sie beginnt mit einer klaren Stellenarchitektur und bleibt glaubwürdig, wenn dieselbe Logik der Stellenbewertung genutzt wird, um Vergütungsentscheidungen zu erklären, Pay Gaps zu identifizieren und Governance zu unterstützen.

Der gradar Projektplan begleitet Sie durch jede Phase in der richtigen Reihenfolge – unterstützt durch Software und Expertenwissen. So gelangen Sie souverän von Rollenklarheit zu transparentem Reporting.

Vier Geschäftsleute mit Abstand zueinander auf gefliestem Boden mit Fensterschatten aus der Vogelperspektive

Ein bewährter Ansatz für Entgelttransparenz

Entgelttransparenz ist kein einmaliges Projekt, sondern ist ein System. Viele Unternehmen kommen ins Stocken, weil Daten verstreut sind, Jobtitel nicht einheitlich sind oder Vergütungsstrukturen ohne gemeinsame Logik gewachsen sind. Der pragmatische Weg: erst das Fundament legen, dann skalieren.

Deshalb folgt gradar einem stufenweisen Vorgehen: erfassen und klären, konsistent bewerten, Vergütung strukturieren, Ergebnisse analysieren und Governance verankern. So bleibt Ihre Basis für Entgelttransparenz dauerhaft tragfähig.

1. Organisationsanalyse

Eine Stellenarchitektur beginnt mit dem Verständnis dafür, wie Ihre Organisation funktioniert, welche Daten vorliegen und was der Rahmen leisten soll. In dieser Phase entsteht eine „ehrliche Datenlandkarte", und das Projektteam stimmt sich auf Scope und Prioritäten ab.

Sie klären:

Ihre Organisationsstruktur – Stellen, Funktionen, Teams und Berichtslinien

Welche Job Families, Karrierewege und Levels existieren und welche Sie benötigen

Welche Stakeholder (HR, Führungskräfte, Mitarbeitervertretung) eingebunden werden sollten

Typische Ergebnisse:

Konsolidierte Stellenliste mit abgestimmten Bezeichnungen, Organigramme oder Stelleninventare sowie ein definierter Projekt-Scope inklusive Pilotbereichen und Rollout-Ansatz.

2. Stellenbewertung

Sobald die Stellen definiert sind, werden sie mit der analytischen, punktbasierten Methode von gradar bewertet, um eine konsistente Sicht auf den Stellenwert in der gesamten Organisation zu schaffen.

Sie schaffen:

Grades und damit die relative Stellenwertigkeit innerhalb der gesamten Organisation

Einheitliche Definitionen für gleichwertige Arbeit

Geschlechtsneutrale Grundlage für Vergütung, Entwicklung und Karriereplanung

Warum das wichtig ist:

Die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz fordert eine glaubwürdige Bestimmung der Gleichwertigkeit von Arbeit – die analytische Stellenbewertung ist ein robuster Weg, um diese Vergleichsgruppen aufzubauen.

3. Vergütungsanalyse und -strukturierung

Mit bewerteten Stellen können Sie erkennen, wie Ihre Vergütung derzeit gestaltet ist  – und gestalten eine Struktur, die leichter zu erklären, zu steuern und nachhaltig zu pflegen ist.

Sie bekommen:

Klare, transparente Gehaltbänder, die auf die Stellenwertigkeit und die Vergütungsphilosophie abgestimmt sind

Eine automatisierte Analyse der Gehaltsverteilung nach Stelle, Grade und Jobfamilie

Sichtbarkeit von Inkonsistenzen, Ausreißern, Risikobereichen und Marktbenchmarks

Typische Ergebnisse:

Design von Gehaltsbändern inklusive Kostenwirkungsanalyse sowie strukturierte Überleitungspläne für Mitarbeitende, die einen reibungslosen Übergang in den neuen Vergütungsrahmen unterstützen.

4. Pay Gap und Entgeltgleichheitsanalyse

gradar nutzt bewertete Stellendaten, um Vergütungsergebnisse auf Basis vergleichbarer Arbeit zu analysieren – nicht allein auf Basis von Stellenbezeichnungen.

Sie können:

Vergütungsergebnisse für gleichwertige Positionen (Vergleichsgruppen) analysieren

Bereinigten und unbereinigte Gender Pay Gaps nach definierten Gruppen und Kategorien ermitteln

Maßnahmen auf Grundlage evidenzbasierter Erkenntnisse ableiten

5. Reporting und Auskunftsrecht

In dieser Phase stehen Kommunikation, Transparenz und Governance im Mittelpunkt – damit Ihre Entscheidungen langfristig konsistent und nachvollziehbar bleiben.

Sie ermöglichen:

Strukturierte Berichterstattung auf der Grundlage einheitlicher Stellengruppierungen

Dokumentierte Logik zur klaren Begründung von Vergütungsentscheidungen

Zuverlässige Beantwortung von Auskunftsersuchen

Praktische Fragen zur Beantwortung:

Wer ist intern für die Entgelttransparenz zuständig?

Wer liefert welche Daten aus welchem System und wann?

Welche Rolle spielen Mitarbeitendenvertretung  bzw. der Betriebsrat?

6. Fortlaufendes Management

Entgelttransparenz funktioniert dann, wenn die Stellenbeschreibungen und Vergütungsstrukturen bei alltäglichen Entscheidungen konsequent angewendet und an die Veränderungen in Ihrem Unternehmen angepasst werden.

Sie machen weiter mit:

Der Nutzung von Job Grades und Gehaltsbändern in Gehaltsreviews und Performance-Zyklen

Regelmäßigen Pay-Gap-Analysen und Reports zur Entgelttransparenz

Dem Hinzufügen und Bewerten neuer Stellen, während sich Ihre Organisation weiterentwickelt

Minimaler vs. optimaler Scope

Viele Unternehmen streben nach dem „perfekten“ globalen Modell und verzögern dadurch den Fortschritt. Ein pragmatischer Ansatz ist, mit einem Must-have-Scope zu starten und nach dem Aufbau des Fundaments zu erweitern.

Must-have (ersten 90 Tage)
Überarbeitete Stellenliste und Jobfamilien
Analytische Stellenbewertung
Gestaltung und Erstellung von Gehaltsbändern
GPG-Analyse auf Grundlage der Struktur
Nice-to-have (danach)
Vollständige globale Harmonisierung
Detaillierte Karrierepfade
Marktdaten für jede Stelle
Integration mit Talentmanagement

Unterstützt von globalen Beratungspartnern

Führen Sie Ihr Projekt eigenständig oder mit fachkundiger Unterstützung durch. gradar arbeitet mit geschulten Implementierungspartnern zusammen, die Sie bei der Einrichtung, der Stellenbewertung, der Gestaltung der Vergütungsstrukturen und der Lokalisierung im Hinblick auf Anforderungen an die Entgelttransparenz unterstützen können.
Geschäftsfrau bedient Tablet mit Eingabestift am hellen Schreibtisch mit Stiften und Unterlagen

Projekt Plan FAQs

Was ist der gradar Projektplan?

Der gradar Projektplan ist ein strukturierter Umsetzungsansatz, der Unternehmen von der anfänglichen Organisationsanalyse über die Stellenbewertung und die Gestaltung der Vergütungsstruktur bis hin zur Analyse der Entgeltgleichheit und der Berichterstattung begleitet. Jede Phase baut auf der vorherigen auf und nutzt dabei eine einheitliche Stellenarchitektur sowie eine einheitliche Logik zur Stellenbewertung, um eine verlässliche Grundlage für transparente und nachvollziehbare Vergütungsentscheidungen zu schaffen.

Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren für ein Projekt zur Entgelttransparenz?

Die erfolgreichsten Projekte verbinden eine starke Unterstützung durch die Führungsebene mit einer pragmatischen Umsetzung und einer echten internen Eigenverantwortung. Beginnen Sie mit einem Pilotprojekt (Land/Region), um die Methode zu kalibrieren und eine „Big-Bang“-Einführung zu vermeiden. Beziehen Sie die richtigen Stakeholder frühzeitig und kontinuierlich mit ein – lokale Personalabteilungen, Führungskräfte und (sofern relevant) Arbeitnehmendenvertretung/Betriebsrat –, um Vertrauen aufzubauen und sicherzustellen, dass das Rahmenwerk der Realität entspricht. Sichern Sie sich das Engagement der Führungsebene, damit Entscheidungen (Stellenbewertung, Gehaltsbänder, Governance) unterstützt und nachhaltig umgesetzt werden. Bauen Sie internes Fachwissen auf, damit die Organisation im Laufe der Zeit unabhängig wird (und nicht bei jeder Aktualisierung auf externe Berater angewiesen ist). Dokumentieren Sie Datenprozesse und Governance (wer liefert was, aus welchem System, wann und nach welcher Logik), um die Transparenz Jahr für Jahr glaubwürdig zu halten.

Warum beginnt das Projekt mit einer Organisationsanalyse?

Entgelttransparenz setzt ein klares Verständnis davon voraus, wie die Arbeit innerhalb des Unternehmens organisiert ist. Die Phase der Organisationsanalyse hilft dabei, Stellen, Jobfamilien, Karrierepfade, Grades und Führungsstrukturen zu klären. So wird sichergestellt, dass die Stellenarchitektur die tatsächliche Struktur der Organisation widerspiegelt, anstatt sich auf eine allgemeine Vorlage zu stützen.

Brauchen wir eine Stellenarchitektur, bevor wir Berichte zur Entgelttransparenz erstellen können?

Ja. Berichte zur Entgelttransparenz beruhen auf einheitlichen Stellengruppierungen und einer klaren Definition der Stellenwertigkeit. gradar hilft Organisationen dabei, zunächst diese Grundlage zu schaffen, damit Berichte und Erläuterungen auf dem Aufgabeninhalt und dem bewerteten Stellenwert basieren und nicht allein auf den Stellenbezeichnungen.

Was geschieht in der Phase der Stellenbewertung?

In dieser Phase werden die Stellen mithilfe der analytischen, punktfaktorbasierten Methode von gradar bewertet, um ein einheitliches Bild der Stellenwertigkeit im gesamten Unternehmen zu schaffen. Die Bewertungsergebnisse führen zu klaren Grades und damit einem relativen Stellenwert, unterstützen einheitliche Definitionen von gleichwertiger Arbeit und bieten eine geschlechtsneutrale Grundlage für Vergütung, Aufstiegsmöglichkeiten und Karrierepfade.

Ist die Stellenbewertung dasselbe wie ein Gehaltsbenchmarking?

Nein. Die Stellenbewertung ermittelt den internen Wert der Arbeit durch den Vergleich von Funktionen innerhalb des Unternehmens. Beim Gehaltsbenchmarking werden externe Marktgehälter betrachtet. gradar unterstützt beide Prozesse, doch die Reihenfolge ist wichtig: Unternehmen legen zunächst intern die Stellenwertigkeit und die Struktur fest und beziehen dann Marktdaten bei der Gestaltung der Vergütungsstrukturen ein.

Wie unterstützt gradar die Vergütungsanalyse und -gestaltung?

Sobald die Stellen bewertet sind, hilft gradar dabei, die aktuelle Vergütungsverteilung zu analysieren und Strukturen zu entwerfen, die sich leichter verwalten und erklären lassen. Dazu gehören die Erstellung von Gehaltsbändern, die auf Grade und Vergütungsphilosophie abgestimmt sind, die Analyse der Gehaltsverteilung über Stellen und Grades hinweg sowie die Identifizierung von Ausreißern und Unstimmigkeiten, die Aufmerksamkeit erfordern.

Wie unterscheidet sich Pay-Equity-Analyse vom klassischen Pay-Gap-Reporting?

Klassisches Gender-Pay-Gap-Reporting betrachtet häufig Gesamtunterschiede über die gesamte Belegschaft hinweg. gradar analysiert Vergütungsergebnisse auf Basis bewerteter Stellendaten – das heißt, Vergleiche erfolgen anhand vergleichbarer Stellen oder gleichwertiger Arbeit. Das schafft eine stärkere Evidenz bei der Identifikation potenzieller Themen und hilft Organisationen, sich auf die Bereiche zu konzentrieren, in denen eine weitere Prüfung erforderlich sein kann.

Was bedeutet „ Reporting und Auskunftsrecht “ im Projektplan?

In dieser Phase liegt der Schwerpunkt auf der Umsetzung von Transparenz. Organisationen nutzen strukturierte Berichterstattung, dokumentierte Aufgabenlogik und Governance-Prozesse, um Vergütungsentscheidungen einheitlich zu begründen und zuverlässig auf Auskunftsersuche von Mitarbeitenden zu reagieren. Dieser Ansatz steht im Einklang mit den Zielen der EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz.

Müssen Organisationen alle Phasen abschließen, um zu profitieren?

Nicht unbedingt. Viele Organisationen beginnen mit einem konkreten Ziel, wie beispielsweise der Stellenbewertung oder der Erstellung von Gehaltsbändern. Der gesamte Projektplan ist jedoch so konzipiert, dass jede Phase auf der vorherigen aufbaut. Die Einhaltung dieser Abfolge trägt dazu bei, dass die Prozesse zur Entgelttransparenz langfristig konsistent und nachhaltig bleiben.

Wer muss typischerweise an der Implementierung beteiligt sein?

Die Implementierung umfasst in der Regel mehrere Stakeholder in der Organisation. Dazu zählen häufig HR- und Vergütungsteams, die Leitung von People & Culture, zentrale Stakeholder aus verschiedenen Funktionen oder Regionen sowie – mit Blick auf Governance und Budgetierung – manchmal auch Finance. Die genaue Zusammensetzung hängt von Struktur und Scope der Organisation ab.

Wie lange dauert die Implementierung?

Der Zeitrahmen für die Implementierung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Anzahl der Stellen, den beteiligten Ländern, der Komplexität der Organisation und der Datenverfügbarkeit. Der Projektplan ist modular aufgebaut, sodass Unternehmen die Umsetzung schrittweise vornehmen können – beispielsweise indem sie mit vorrangigen Jobfamilien oder Regionen beginnen und das Projekt im Laufe der Zeit ausweiten.

Welche Daten werden für den Start benötigt?

Typische Inputs sind die Organisationsstruktur, eine Liste der Stellen und Funktionen, vorhandene Stellenbeschreibungen sowie aktuelle Vergütungsdaten für die Vergütungsanalyse. Manche Organisationen liefern zusätzlich demografische oder Gruppierungsdaten für die Pay-Equity-Analyse sowie bestehende Karriere-Frameworks oder Grading-Logiken. Sind Daten unvollständig, kann gradar diese im Rahmen der Implementierung dennoch strukturieren und verbessern.

Wie stellt gradar sicher, dass der Ansatz geschlechtsneutral und nachvollziehbar ist?

gradar nutzt eine einheitliche analytische Methode zur Stellenbewertung, die sich auf die Anforderungen der Stelle konzentriert und nicht auf die Person, die sie ausübt. Indem Entscheidungen auf dokumentierten Stellenfaktoren und Stelleninhalten basieren, trägt das System dazu bei, dass Vergütungsentscheidungen transparent, geschlechtsneutral und leichter nachvollziehbar bleiben.

Was bedeutet „laufendes Management“ nach der Implementierung?

Laufendes Management bedeutet, dass Stellenarchitektur und Vergütungsstrukturen Teil der täglichen Entscheidungsfindung werden – statt in statischer Dokumentation zu verharren. Organisationen nutzen sie, um Recruiting-Angebote, Gehaltsreviews, Entwicklungsentscheidungen, regelmäßige Pay-Gap-Analysen sowie die Bewertung neuer oder sich verändernder Stellen zu steuern.

Kann gradar mit unseren bestehenden HR-Systemen zusammenarbeiten?

In den meisten Fällen: ja. gradar ist darauf ausgelegt, die Stellen- und Vergütungssteuerung neben bestehenden HRIS- und Berichtssystemen zu unterstützen. Die Integration erfolgt in der Regel über Middleware wie Kombo.dev, wobei die genaue Konfiguration von den Systemen und dem Datenmodell des Unternehmens abhängt.

Ein klarer Weg zur fairen Vergütung

Der gradar-Projektplan bringt Struktur, Konsistenz und Klarheit in jede Phase Ihrer Reise zur Entgelttransparenz.

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